Original-Titel: Arte Reportage
Ende: 00:50
Laufzeit: 50 Minuten
Reportage, D 2019
StereoBreitbildformat 16:9
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00:00 ARTE Reportage - Weißrussland / Thailand / Brasilien

16. September | Arte | 00:00 - 00:50 | Reportage
Arte

(1): Weißrussland: Der Widerstand im ExilVon Lettland aus kämpft Swetlana Tichanowskaja mit der Opposition gegen Weißrusslands Diktator Lukaschenko.Sie lassen sich nicht entmutigen, weder die zehntausenden Demonstranten in Minsk noch die Oppositionellen im Exil - trotz vieler Festnahmen von Lukaschenko-Gegnern im Land, trotz der Überwachung durch den Geheimdienst und der Folter in der Haft. Einen Monat nach den Präsidentschaftswahlen im Weißrussland, die angeblich mit einer Mehrheit für den Präsidenten und Diktator endeten, hält sich Lukaschenko weiter an der Macht. Er trieb einige wichtige politische Gegner ins Exil, darunter Swetlana Tichanowskaja, die nach der Inhaftierung ihres Ehemannes als Kandidatin für das Amt des Präsidenten kandidiert hatte. Sie lebt heute in Vilnius, in Lettland, sie teilt das Schicksal vieler Gegner Lukaschenkos, die inzwischen in den Ländern rund um ihre Heimat eine Zuflucht gefunden haben. Unsere Reporter haben Swetlana Tichanowskaja im Exil getroffen, um von ihr zu erfahren, wie sie und ihre Mitstreiter den Widerstand im Exil organisieren. Und natürlich berichten sie auch über die Demonstrationen in Weißrussland. (2): Thailand: Die Proteste gegen den KönigEine Revolution ist es wohl noch nicht, doch ein Tabubruch, die Demos gegen den neuen König von Thailand. Zum ersten Mal seit Menschengedenken kritisieren Bürger auf den Straßen Thailands die bis dato heilige und deshalb unantastbare Monarchie. Der neue König, Rama der Zehnte, erregt, wie wohl noch kein Herrscher in der Geschichte Thailands, den Zorn seiner Untertanen: Seine Wutausbrüche und seine Grausamkeit beflecken in den Augen vieler die Monarchie, und ihn machen die Thailänder für alle Schwächen des Landes verantwortlich, die es gerade in die Knie zwingen: Covid-19 lähmt die Wirtschaft und vor allem die Tourismusbranche. Unsere Reporter trafen eine junge Studentin in Bangkok, die mit ihren Freundinnen und Freunden gegen die Militärdiktatur demonstriert und die Monarchie reformieren will. (3): Brasilien: Fußballfan, Antifa und gegen Bolsonaro In Brasiliens Fußballstadien formieren sich Fanclubs gegen Bolsonaro und seine rechtspopulistische Politik.Das runde Leder hat in Brasilien beinahe den Status einer Heiligenikone und der Besuch im Stadion ist für manchen wie die Teilnahme an einer heiligen Messe. Der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro sucht auch deshalb regelmäßig das Bad in der Menge in den Stadien. Gut 30 Fussballmanschaften haben sein Porträt auf ihre Spielertrikots drucken lassen.In letzter Zeit aber formiert sich eine Gegen-Bewegung in den Clubs: Fußballfans, die nicht einverstanden sind mit seiner autoritären und antidemokratischen Politik, die tief erschüttert sind über den Tod von über 100 000 Brasilianern an Covid-19, die nicht verstehen wollen, warum ihr Präsident die Pandemie noch immer klein redet.Danilo, Fan der Corinthians von São Paulo, hat seit Mai eine landesweite Antifa-Fanblock-Bewegung gegen Bolsonaro, auch mit rivalisierenden Vereinen, ins Leben gerufen. Damit stehen sie in einer Tradition aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Damals gehörte etwa der Fussballstar Socrates zur " Demokratie der Corinthians ", einer Bewegung von demokratischen Fußballspielern gegen die damalige Militärdiktatur.

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Arte Fr 18.09. 06:10 ARTE Reportage - Weißrussland / Thailand / Brasilien