Original-Titel: Destinations aka Invitation au voyage
Ende: 09:00
Laufzeit: 50 Minuten
Kunstmagazin, F 2022
Regie: Fabrice Michelin
StereoBreitbildformat 16:9
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08:10 Stadt Land Kunst - Hemingways Italia / Miami / Kuba

25. November | Arte | 08:10 - 09:00 | Kunstmagazin
Arte

(1): In Italien: Hemingway nimmt Abschied vom Krieg In Italien fand Ernest Hemingway Gefallen an der Gewalt, am herben Geschmack des Leidens; hier wurde er zum Mann und zum Schriftsteller. Im Ersten Weltkrieg hatte er sich blutjung als Freiwilliger an die italienische Front gemeldet. Er war als Krankenwagenfahrer beim amerikanischen Roten Kreuz im Einsatz. Die Erfahrungen aus dieser Zeit dienten ihm 1929 als Grundlage für sein erstes Meisterwerk, den Roman "A Farewell to Arms" (dt. "In einem anderen Land"). Darin stilisierte sich diese legendäre Figur der US-amerikanischen Literatur zum ersten Mal als Abenteurer: ein Schriftstellerheld, gefallen auf den Feldern des Krieges und der Liebe. (2): In Miami: Protz und Moderne Auf dem berühmten Ocean Drive stellen sie ihre Pastelltöne und ihre schlanken Silhouetten zur Schau. Seit beinahe einem Jahrhundert sind die Art-déco-Hotels das schicke, in die Jahre gekommene Wahrzeichen von Miami. Doch in den 1950er Jahren entstand unter der Sonne Floridas eine andere, sehr übertriebene Architektur. Miamis Moderne, auch MiMo genannt, ist heute für ihren innovativen, freien und avantgardistischen Stil bekannt. Ihre Devise lautet: Das Grandiose in den Dienst von Protz und Konsumfetischismus stellen. (3): In Israel: Habibs palästinensisches Couscous In Rameh kocht Habib ein palästinensisches Couscous - ein Festmahl. Im Gegensatz zu dem gleichnamigen nordafrikanischen Gericht sind die Körner dieses Couscous dicker. Für das Gemüse verwendet er Akub, ein örtliches Gemüse mit Artischockengeschmack, sowie Paprikaschoten und Zwiebeln. Er serviert das Ganze mit Kichererbsen und Fleisch. (4): In Kuba ist die Küche heilig In den Gässchen von Havannas Altstadt ist jeder Spaziergang eine Augen- und Gaumenfreude. Die Gebäude aus der Kolonialzeit, die alten Autos, das erste junge Obst und Gemüse - alles zeigt sich in schillernden Farben. Als in den 50er und 60er Jahren im Zeichen der Mangelwirtschaft einige Zutaten auf der Insel knapp wurden, hielten die Erfindungsgabe und Kreativität einer Frau die kubanische Küche am Leben.