Mit Christine Westermann und Götz Alsmann
Original-Titel: Zimmer frei! - Prominente suchen ein Zuhause
Ende: 03:20
Laufzeit: 60 Minuten
Talkshow, D 2016
Folge: 686
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02:20 Zimmer frei! - Torsten Sträter

22. September | ONE | 02:20 - 03:20 | Talkshow
ONE

"Ich bin ein Vorleser und ein komischer Typ, wenn ich mir Mühe gebe." So beantwortete Torsten Sträter in einem Interview die Frage nach seinem Berufsbild. Ein Beispiel für den lakonischen Humor des Dortmunders, der seine skurrilen, teils absurden Geschichten stets mit wohltemperierter, sonorer Stimme vorträgt. Der mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnete Vorleser, Autor und Poetry-Slammer - Markenzeichen: schwarze Beanie-Mütze -, dem breiten Publikum durch seine regelmäßigen Auftritte in Sendungen wie 'Nuhr im Ersten', "extra 3" oder den WDR-'Mitternachtsspitzen' bekannt, ist ein erfolgreicher Spätstarter. Torsten Sträter absolviert zunächst eine Ausbildung als Herrenschneider, arbeitet eine Zeit lang für eine bekannte Modekette und über ein Jahrzehnt in der familieneigenen Spedition. Erst 2004 beginnt der heute 49-Jährige, Texte und Kolumnen zu schreiben. Durch einen Freund kommt er zu seinem ersten Auftritt bei einem Poetry-Slam. Nach etwa zwanzig Minuten sei der allerdings eingeschritten und meinte, dass Torsten Sträter zum Ende kommen müsste. "Ich sagte ihm, ich hätte noch 17 DIN A4-Seiten, dann wäre ich durch." Später hält er sich ans übliche Zeitmaß und wird drei Mal NRW-Champion im Poetry-Slam. Mit seinem ersten und stets aktualisierten Programm "Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben" ist er bis heute erfolgreich auf den Kleinkunstbühnen unterwegs. Drei volle Stunden dauert sein Programm, was wohl auch daran liegt, dass der Mann mit der Mütze als "Meister der Kunstpausen" gilt, wenn er in einer Mischung aus Lesung und Comedy seine Prosa präsentiert. Bei "Zimmer frei" hat Torsten Sträter eine Stunde Zeit, Christine Westermann und Götz Alsmann seine ungewöhnliche Karriere zu schildern. Er wird über sein Hobby, die Herstellung von Latexmasken, sprechen, seine Rituale vor den Auftritten beschreiben und vielleicht sogar ein paar Zauberstückchen vorführen, denn Mitte der 1990er Jahre arbeitete Torsten Sträter auch einmal in einem Zauberladen.