Original-Titel: Cuntrasts
Ende: 17:40
Laufzeit: 25 Minuten
Dokureihe, CH 2011
Stereo
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17:15 Cuntrasts - Tatuadas - von Frauen und Tattoos

22. September | Schweiz 1 | 17:15 - 17:40 | Dokureihe
Schweiz 1

Eine deutsche Statistik will wissen, dass jede zweite Frau zwischen 25 und 35 tätowiert ist. Der aktuelle Trend der Bilder auf der Haut ist jung - und vor allem weiblich. Wenn Frau sich heute eine Rose tätowieren lässt, ist die Rose vor allem gross. Klein und fein ist passè. Ästhetik, die unter die Haut geht: Melina Nicca Melina Nicca ist Kunstsammlerin mit klar ästhetischen Vorstellungen. Ihre Bilder hängt sie nicht zu Hause an die Wand, sondern lässt sie sich direkt unter die Haut stechen. Wie vor kurzem eine Blume aufs Knie. Wenn sie die Ärmel hochkrempelt, trägt sie auf ihren Armen auch ihr Innenleben nach aussen. Arbeitgeberin und Betroffene zugleich: Sandra Brunner Was heute gang und gäbe ist, sei vor rund 20 Jahren noch kaum vorstellbar gewesen, erzählt Wirtin Sandra Brunner. Tattoos und Servicearbeit seien nicht vereinbar gewesen. Heute trägt mehr als jede zweite ihrer Mitarbeiterinnen im Restaurant in Chur ein Tattoo - und jede sei eine wertvolle Fachkraft in ihrem Team. Geschäftsfrau in einer Männerwelt: Daniela Hirsiger An einem farbigeren Graubünden in Badis und auf Flaniermeilen arbeitet Daniela Hirsiger seit über 15 Jahren mit. Zusammen mit ihrem Mann führt sie ein Churer Tattoostudio. Zu ihren Kundinnen gehören Frauen jeden Alters, mit Motiven von der Katzenpfote bis zum Dinosaurier. Trend ja - Novum nein Die drei Frauen zeigen: Die bunten Bilder unter der Haut sind trendy - aber die Kombination weiblich und tätowiert ist überhaupt kein Novum. Überall dort, wo Leute mit heller Haut leben, gehört die permanente Verzierung von Frauen- und Männerhaut zur Tradition. So zeigt ein Augenschein im Tattoostudio, wie traditionelle Initiationsrituale und der Glaube an Krafttiere in der aktuellen Tattoowelle wieder aufblühen.