Original-Titel: Stolperstein
Ende: 13:00
Laufzeit: 30 Minuten
Gesellschaftsreportage, D 2014
StereoUntertitel
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12:30 Stolperstein - Down-Syndrom - na und?

16. November | 3sat | 12:30 - 13:00 | Gesellschaftsreportage
3sat

Bis in die 1980er-Jahre hinein wurden Kinder mit Down-Syndrom "Mongoloide" genannt. Oft hat man sie zu Hause versteckt oder in ein Heim abgeschoben. Inzwischen hat sich vieles verändert. Der Film porträtiert drei Menschen mit Down-Syndrom, die unterschiedlichen Generationen angehören. Sie repräsentieren verschiedene Phasen der gesellschaftlichen Akzeptanz, einer sich verändernden Geisteshaltung und unterschiedlicher Förderungsmöglichkeiten. Über ihre Erfahrungen berichten der als Schauspieler bekannt gewordene, 53 Jahre alte Bobby Brederlow, der 24-jährige Dennis und die 14-jährige Lea. Immer deutlicher wird, dass man Menschen mit Down-Syndrom sehr gut und erfolgreich fördern kann. Und vor allem: dass sie ein durch und durch lebenswertes und erfülltes Leben führen können. Dennoch ist der gesellschaftliche Umgang mit dem Down-Syndrom ambivalent. Einerseits bemühen sich Schulen, heilpädagogische Einrichtungen und andere Institutionen, die UN-Behindertenrechtskonvention zu realisieren, die eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die Inklusion, einfordert. In der Medizin dagegen setzt man weiter auf das Screening von Schwangeren, um Embryonen mit Trisomie 21 frühzeitig zu erkennen. In über 90 Prozent der Fälle werden diese Embryonen dann abgetrieben. Ausgerechnet in einer Zeit, in der Menschen mit dem Down-Syndrom allmählich in der Gesellschaft angekommen sind, zeichnet sich ab, dass es die "Sonnenschein-Kinder", wie sie wegen ihres fröhlichen, aufgeschlossenen Wesens oft genannt werden, schon bald nicht mehr geben könnte.