Ende: 07:45
Laufzeit: 45 Minuten
Adelsportrait, D, GB 2018
Folge: 209
StereoUntertitel
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07:00 Harry & Meghan - Hochzeit bei den Windsors

17. November | ZDF info | 07:00 - 07:45 | Adelsportrait
ZDF info

Am 19. Mai 2018 hat Prinz Harry die amerikanische Schauspielerin Meghan Markle geheiratet. Sie ist drei Jahre älter als ihr Bräutigam, hat afroamerikanische Wurzeln und ist geschieden. Harry, der bis dato begehrteste Junggeselle der Welt, hat eine ungewöhnliche Wahl getroffen. Wieder einmal setzt er ein Zeichen. Die neue Prinzessin der Windsors wurde durch ihre Rolle in der Anwaltsserie "Suits" bekannt. Mehr noch als William und Kate scheinen Harry und Meghan fähig, junge Menschen von der Existenzberechtigung der Royals zu überzeugen. Sie wirken modern, sympathisch und engagiert. Doch für beide war der Weg bis zu dieser Traumhochzeit nicht leicht. Wie Harry kommt auch die drei Jahre ältere Meghan aus einem zerbrochenen Elternhaus. Ihre Vorfahren stammen aus Afrika, waren arme Baumwollpflücker und Kohlearbeiter. Als die britische Presse von der Liebesgeschichte der Schauspielerin mit dem britischen Prinzen Wind bekommt, gibt es rassistische Kommentare, denen sich Harry entschieden entgegenstellt. Dass eine Nicht-Britin nun eine wichtige repräsentative Rolle in der Royal Family übernimmt, wird als Botschaft einer neuen Weltoffenheit gewertet - in einer Zeit, in der die britische Monarchie auch aus den Ländern des Commonwealth einem zunehmenden Legitimationsdruck ausgesetzt ist. In Kanada und Australien etwa wird immer wieder darüber diskutiert, ob dort der britische Souverän auch künftig die Rolle des Staatsoberhaupts innehaben soll. Ein junges Glamourpaar wie Harry und Meghan kann die Sympathiewerte des britischen Königshauses sichern, wenn sich die Queen aus Altersgründen weiter zurückzieht und der umstrittene Thronfolger Charles immer mehr Aufgaben eines Regenten übernimmt. Harry hat klargemacht, wer sein großes Vorbild ist, wenn es um die Repräsentation der Krone geht: seine verstorbene Mutter Diana. "Alles, was ich will, ist die Leerstelle zu füllen, die sie hinterlassen hat", sagte er in einem BBC-Interview zu Dianas 20. Todestag. Die britische Monarchie steht vor einer Zeitenwende, in der die Rollen der drei Prinzen Charles, William und Harry neu definiert werden, mit starken Frauen an ihrer Seite, die vielleicht das mitbringen, was sich Diana für das Königshaus gewünscht hat: mehr Menschlichkeit.