Original-Titel: Alles Leinwand - Filmgeschichte in rot-weiß-rot
Ende: 06:05
Laufzeit: 20 Minuten
Dokumentation, A 2018
StereoUntertitel
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05:45 Alles Leinwand - Filmgeschichte in rot-weiß-rot - Von den Saturnfilmen bis zu den Wiener Mädeln

28. Dezember | ORF 3 | 05:45 - 06:05 | Dokumentation
ORF 3

Die ORF-III-Neuproduktion begibt sich in den Weihnachtsfeiertagen auf die Spuren der Rot-Weiß-Roten Filmproduktion von den ganz frühen Anfängen bis zum berüchtigten Propagandawerk "Heimkehr" und dem Schicksalsjahr 1945. Die ältesten Filme aus heimischer Produktion stammen aus der Zeit nach der Jahrhundertwende: kurze Dokumentationen von Kaiserbesuchen, oder die "Saturn-Film", erotische Kurzfilme die schon bald von der Polizei beschlagnahmt werden. Einen ersten Höhepunkt erlebt der österreichische Film in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg, als ausländische, "feindliche" Filme zunächst verboten sind. In Wien werden Studios gebaut, erste Monumentalfilme entstehen. Mit dem Tonfilm werden Opernstars wie Richard Tauber berühmt und auch Hans Moser und Paula Wessely begeistern in dieser Zeit bereits das heimische Filmpublikum. Mit dem Berufsverbot für Juden in Deutschland und der Flucht zahlreicher Publikumslieblinge von Berlin nach Wien erlebt der österreichische Film nach 1933 einen weiteren Höhepunkt. Doch der währt nicht lange. Wer in Österreich blieb, dreht zunächst noch Werbefilme fürs "goldene Wienerherz", ehe 1938, nach dem sogenannten "Anschluss" an Hitler-Deutschland, die Reichsfilmkammer auch aus der Ostmark Filme mit eindeutig politisch gefärbter Propaganda verlangt - und die mitunter auch bekommt. Von "Bel Ami" bis "Heimkehr" spannt sich der Bogen von Filmen, die bis 1945 in den Wiener Film-Studios gedreht werden. Nach dem Krieg liegt Wien in Trümmern, aber während noch die Zweite Republik von der provisorischen Regierung unter Karl Renner ausgerufen wird geht es für den österreichischen Film weiter.