Original-Titel: Judith Rakers im Silicon Valley
Ende: 14:30
Laufzeit: 45 Minuten
Dokumentation, D 2015
Sendung merken   Teilen        

13:45 Judith Rakers im Silicon Valley

07. März | ARD ALPHA | 13:45 - 14:30 | Dokumentation
ARD ALPHA

Frederik Pferdt hat es geschafft. Der promovierte Wirtschaftspädagoge aus Deutschland lehnt lässig in Bermudashorts und Sonnenbrille an seinem Ford Mustang und genießt die Aussicht auf die kalifornische Küste. Pferdt vereint den deutschen Erfindergeist mit der Coolness des Silicon Valleys. Das hat ihn zum Head of Innovation bei einem der mächtigsten Unternehmen der Welt gemacht: Google. Er gestaltet die schöne neue Welt der Internetunternehmen mit (angeblich) flachen Hierarchien, Entspannungslandschaften für Mitarbeiter, wo die Grenze zwischen Leben und Arbeit verschwimmt. Wenn hier blutjunge College-Absolventen zwischen Tischkicker und Bällebad die digitale Zukunft planen, ist Pferdt auch dafür verantwortlich. Der Deutsche ist einer von Zehntausenden digitalen Pionieren, die das Silicon Valley hervorgebracht hat. Aber wie wird man Internetmillionär? Gehört dazu eine bestimmte Lebenseinstellung? Glück? Kindliche Naivität? Durchhaltevermögen? Und: Was machen die neuen Superreichen mit ihrem Geld? Judith Rakers hat sie begleitet, die deutschen Internetmillionäre und die Visionäre in der Hinterhofgarage, die großen Köpfe, die Zukunftsmacher und Erfolgreichen ebenso wie Kritiker. Sie hat miterlebt, wie sie arbeiten und was sie bewegt. Sie hat sich einen ganz persönlichen Eindruck vom Kosmos der der Macher und Visionäre verschafft, die millionenschwere Erfolgsgeschichten schreiben. Die San Francisco Bay Area ist der Ort auf der Welt, wo alles möglich ist. Wo postpubertäre Gründer quasi über Nacht zu Millionären werden. Nirgendwo sonst ist der Weg von der Geschäftsidee zum prall gefüllten Portfolio kürzer. Nirgendwo sonst gibt es risikobereitere Kapitalgeber, die echte Millionen in krude Ideen stecken. Wo früher vor allem Studenten in Garagen und Kellern vor sich hin tüftelten, sind innerhalb weniger Jahre der Hightechhotspot und der digitale Mittelpunkt der Welt entstanden. Der Börsenwert der 30 wertvollsten Silicon-Valley-Firmen beträgt rund 2.600 Milliarden Euro. Zum Vergleich kommen die Dax-30-Unternehmen auf rund 1.000 Milliarden. Wer hier lebt und arbeitet ist davon überzeugt, die Welt verbessern oder zumindest verändern zu können. Sehr beliebt und erfolgreich sind auch viele Deutsche wie eben Frederik Pferdt, die in bester deutscher Tradition als Ingenieure brillieren und sich zugleich den Lebensstil des Silicon Valley voll und ganz zu eigen machen. Und das heißt: Veggie-Shakes statt protziger Autos, ein Personal-Trainer als Statussymbol. Reichtum ist oft erst auf den zweiten Blick sichtbar. Gold und Luxus, Diamanten und Ferraris sind selten zu sehen, die Super-Nerds schätzen den unauffälligen Wohlstand. Die unglaublichsten Karrieren werden in Sneakers gemacht. Lässigkeit und Understatement statt Bling-Bling. An der Elite-Uni Stanford trifft Judith Rakers Dominik Michels. Er ist mit gerade einmal 27 Jahren schon Informatikprofessor, der mit seinen Computersimulationen tatsächlich Zukunft gestaltet in Form von praktischen Gegenständen wie Zahnbürsten. Bei Michels erlebt Judith Rakers, wie man in der digitalen Welt reale Dinge erschaffen kann. In Stanford trifft sie außerdem den deutschen Studenten Moritz Baier. Er repräsentiert die zukünftige Investorengeneration. Die erfolgreichen Deutschen im Silicon Valley, ob Student, Entrepreneur, Investor oder Start-up-Chef: Sie alle verbindet ein unerschütterlicher Glaube an sich selbst, Innovationsgeist und die Vision, die Zukunft der ganzen Welt mitzugestalten!