Original-Titel: scobel
Ende: 22:00
Laufzeit: 60 Minuten
Gespräch, D 2017
Staffel: 10 / Folge: 238
Stereo
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21:00 scobel - Aufbruch ins All - Das Bedürfnis aufzubrechen, in die unendlichen Weiten der Galaxien

07. März | 3sat | 21:00 - 22:00 | Gespräch
3sat

Gibt es extraterrestrische Lebensformen? Wo und wie können wir sie finden? Wie sehen sie aus? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich aus simplen Lebensformen komplexere bilden? Und wann kann der Mensch andere Planeten besiedeln? "scobel" gibt einen Überblick über den Stand der Forschung, stellt die ehrgeizigen Projekte der Wissenschaft an der Grenze zur Science-Fiction vor und ordnet ein, welche kosmischen Ziele realistisch sind. Das kosmische Schicksal der Erde ist besiegelt. Bevor die Sonne in etwa fünf Milliarden Jahren stirbt, wird unser blauer Heimatplanet vermutlich schon durch einen Asteroideneinschlag zerstört werden, falls wir Menschen das nicht noch viel früher schaffen. Wird es der Spezies Mensch gelingen, vorher Lebensräume auf anderen Planeten zu erschließen? Dies ist eine der großen Fragen, die zurzeit die aktuelle Weltraumforschung antreibt und zu ehrgeizigen Plänen beflügelt. Dazu muss die Wissenschaft zunächst aber eine ganze Reihe ungeklärter Rätsel lösen, die unmittelbar mit den Ursprüngen und der Entstehung unserer Existenz verbunden sind. Zum Beispiel: Unter welchen Bedingungen kann Leben entstehen? Wo ist das am besten möglich? Gibt es Leben auf anderen Planeten? Vor 20 Jahren öffnete die Entdeckung der ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems neue Horizonte. Inzwischen fanden Astronomen rund 3500 sogenannte Exoplaneten. Zwei davon befinden sich astronomisch betrachtet vor unserer Haustür: Proxima Centauri und Trappist-1 mit sogar sieben ihn umkreisenden Planeten. Im Jahr 2018 soll das von der NASA entwickelte Superweltraumteleskop James Webb ins Weltall geschossen werden und alle bisherigen technischen Möglichkeiten der Entdeckung und Erforschung von Exoplaneten revolutionieren. Gleichzeitig baut die Europäische Südsternwarte in Chile am "Extremely Very Large Telescope". Es soll das größte Auge werden, mit dem Menschen in den Himmel blicken. Von dieser Generation neuer Superweltraumteleskope versprechen sich die Wissenschaftler bahnbrechende Erkenntnisse über die Existenz und Beschaffenheit von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.